Portugals Norden (2)

Samstag, den 07.05.2022 – Donnerstag, den 12.05.2022

In den nächsten Tagen sind wir wieder mit dem Auto unterwegs. Es geht in den Nationalpark Peneda-Geres, zur Wiege Portugals Guimarães und in das Duoro-Tal mit seinen schönen Weinbergen. Diesmal übernachten wir unterwegs auf Weingütern in Quintas – der Weg zurück zu unserer Ruby Tuesday wäre zu aufwendig.

Samstag, den 07.05.2022

Wir machen uns auf den Weg zu Portugals einzigem Nationalpark, dem Parque Nacional da Peneda-Gerês, an der spanisch-portugiesischen Grenze. Endlich sind wir wieder in den Bergen – die Küste ist hier flach und die Berge im Hintergrund fehlen. Schon die Fahrt zum Nationalpark ist beeindruckend über enge, schmale Straßen hoch am Berg, durch Wald, bergauf und bergab mit grandiosem Blick auf vereinzelte Häuser, Dörfer und Seen. Nicht nur einmal hoffen wir, dass uns gerade jetzt kein Auto entgegenkommt.

Enge Straßen, kleine Dörfer unterwegs

Ein großes Weinanbaugebiet ist hier nicht, aber in den kleinen Dörfern sehen wir immer wieder kleine Weingüter oder Pergolen mit Weinranken, die Schatten spenden.

Im Nationalpark kann man nicht nur wandern, sondern hier gibt´s auch üppige Vegetation, kristallklare Flüsse mit Badebecken, Wasserfälle, schroffe Felsen und dicke Findlinge. Also ein richtiges Alternativprogramm zum Sightseeing in der Stadt 😉 .

Unser erstes Ziel ist Gerês – von hier starten wir zu dem Aussichtspunkt Pedra Bela und zum Wasserfall Cascata do Arado. Leider ist der Wanderweg zum Wasserfall gesperrt – nicht nur mit einem Schild, das könnte man ja mal übersehen 😉 , sondern hier ist alles richtig mit Zaun und Brettern abgesperrt. Schade, aber da kann man nichts machen.

Die Aussicht vom Pedra Bela in´s Tal mit dem Stausee, den umliegenden Dörfern und auf die Berge ist phantastisch – die Berge sind teils ziemlich kahl und schroff, zum Teil aber auch bewaldet. Rot leuchtet die Heide, gelb die Forsythien und der Ginster.

Aussicht von vom Pedra Bela

Wie haben wir das Panorama mit den Bergen hinter der Küste vermisst – ich ziehe meine Wanderschuhe an und weiter geht´s zu Fuß. Bis zum Wasserfall und dem Aussichtspunkt führt eine Straße hoch – dorthin zu wandern, wohin man auch mit dem Auto kommt, ist wie beim Hochsteigen der Piste mit Fellen, statt den Lift zu nehmen 😉 .

Ich wandere eine große Runde erst nur leicht bergauf und bergab. Die Aussicht in die Nachbartäler ist toll, überall blüht die Heide und der Ginster. In der Luft hängt der Duft der Kiefern, des Eukalyptus und der Forsythien. Der Wanderweg ist schmal, oft geht es über Wurzeln und dicke Steinen – der Weg in´s Tal ist dann auch noch richtig steil. Das gibt bestimmt Muskelkater in den Oberschenkeln 😉 .

Wanderweg

In Gerês sammelt mich Peter wieder ein und wir fahren weiter zum Rio Homen kurz vor der spanisch-portugiesischen Grenze. Hier gibt es im Fluss direkt an der Brücke ein traumhaft schönes Badebecken inmitten riesiger Granitquader. Genau die richtige Abkühlung bei den inzwischen doch warmen Temperaturen.

Da möchten wir gerne schwimmen gehen – aber der Weg ist steil und steinig

Wie das in der Natur schon mal so ist, gibt es keine Treppe, um die ca. 20 – 30 Meter hohen Felsen zum Flussbett runterzukommen – es darf geklettert werden 😉 . Wir trauen uns und kommen tatsächlich heil unten an – sind aber immer noch nicht am Badebecken. Viele Felsbrocken wollen noch überwunden werden – erst mit Schuhen, später barfuss. Nich jeder kommt trocken bis zum Badebecken – ich verzichte dann doch lieber auf das Bad und strecke nur meine Füße zum Abkühlen in´s Wasser. Wechselgarderobe habe ich nicht dabei und den Badeanzug noch nicht angezogen.

Alles nicht so ganz einfach 😉

Rückweg zur Brücke – an der Felswand geht´s hoch

Zurück fahren wir auf einem staubigen, schmalen Fahrweg entlang der alten Römerstraße Trilho da Geira am Stausee Vilharinho da Furna. In São Bente, einem Pilgerort mit einer riesigen, modernen, mehrstöckigen Kirche und einer schönen alten Basilika, haben wir nochmal einen schönen Ausblick. Hier ist es heute ruhig, aber an Wallfahrtstagen sind hier so viele Pilger, dass es kaum möglich ist, den Ort zu erreichen.

Nochmal ein schöner Ausblick

Wir übernachten heute in der Quinta de Penela in der Nähe von Guimarães – eine tolle ursprüngliche Unterkunft. Die Quinta liegt am Berg inmitten von Weinbergen.

Quinta de Penela

Weinanbaufläche der Quinta de Penela

Gut verschlossen …

 

… welcher Schlüssel gehört wohl zum Tor?

Zu diesem kleinen Weingut gehören auch ein paar Tiere – Pferde, Kühe, ein Schwein und Federvieh. Abends werden wir vom Quaken der Frösche und dem Zirpen der Grillen in den Schlaf gesungen, morgens weckt uns schon sehr früh der Hahn und die Frösche sind auch nicht untätig  😉 .

Froschteich unter unserem Fenster

Wir werden hier bestens mit einem typisch portugiesischem Abendessen und einem üppigen Frühstück verwöhnt. Nur den Pool, der gerade mit frischem Wasser gefüllt wurde, nutzen wir nicht – dafür ist es dann doch noch ein bisschen frisch. Es ist so schön hier, hier könnten wir auch länger bleiben!

Abends ebenso zu frisch, wie morgens, aber sieht schon verlockend aus 😉

Sonntag, den 08.05.2022

Stand der gestrige Tag eher im Zeichen der Natur, sind wir heute auf den Spuren der Kultur unterwegs 😉 .

Eigentlich ist es nicht weit von der Quinta de Penela nach Guimarães, aber wir frühstücken spät und ausgiebig und der Weg zieht sich. Es ist schon wieder ziemlich warm, als wir in Guimarães aus dem Auto steigen.

Guimarães liegt am Fuß der bewaldeten Serra de Penha und gilt als die Geburtsstadt Portugals. Die Altstadt ist gut erhalten, etwas außerhalb der Stadt liegt das alte Gerbervierltel. 2012 war Guimarães europäische Kulturhauptstadt.

Etwas oberhalb der Stadt liegen die Ruinen des Castelos Guimarães. Beeindruckend, leider ist die Aussichtsplattform im Bergfried geschlossen. Mitte des 10. Jh. wurde die Festung errichtet, bis in´s 14. Jh. immer wieder umgebaut und erweitert. Faszinierend, wie alt solche Bauwerke werden!

Castelos Guimarães

Castelos Guimarães

Castelos Guimarães und die kleine Kapelle

Unterhalb der Festung liegt eine kleine, unscheinbare Kapelle aus dem 12. Jh.. Vervollständigt wird die Anlage durch den Palast Braganca, gut erhalten und renoviert.

Palast Braganca

Wir stehen staunend vor riesigen Wandteppichen mit kriegerischen Szenen – wie Wimmelbilder sieht das aus. Im großen Festsaal ist die Decke in Form eines umgedrehten Schiffsrumpfs verkleidet – die Tafeln zum Speisen laden nicht gerade zum gemütlichen Beisammensein ein. Aber Abstand ist ja auch heute das Gebot der Stunde 😉 . Der Palast vermittelt mit den Ausstellungsstücken schon irgendwie einen Eindruck, wie der Aldel früher einmal gelebt haben könnte.

Reste der ehemaligen Stadtmauer sind noch begehbar

Nach so viel Festung und Adel lassen wir uns durch die schöne Altstadt treiben. Die Gassen sind eng, die Fassaden der alten Häuser beeindruckend und mit Blumenkästen geschmückt und die Restaurants am Lago de Oliveira, dem zentralen Platz mitten in der Altstadt sind in der Mittagszeit gut besucht.

Nicht jeder setzt sich zum Mittagessen in ein Restaurant – unter dem gotischen Baldachin vor der Kirche Nossa Senhora de Oliveira sitzen zwei mittelalte Frauen und verzehren ihre mitgebrachten Brote.

Baldachin mit Siegeskreuz, aber ohne essende Frauen

In der Kirche Nossa Senhora de Oliveira ist gerade eine Messe, da wollen wir nicht stören. Der Gesang, der aus der Kirche ertönt, ist wunderschön – man bleibt unwillkürlich stehen und hört ein bisschen zu.

Kreuzgang der Kirche Nossa Senhora de Oliveira

Uns zieht es in das ehemalige Gerberviertel – hier sind die alten Hallen und Fabriken entweder ganz verfallen oder wurden abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Die ehehmaligen Wasserbecken sind zum Teil noch erhalten und überall plätschern und rauschen die kleinen Flüsse. Hier ist es mindestens ebenso interessant, wie in der Altstadt mit den vielen schönen historischen Gebäuden.

Im Gerberviertel

Eine Cola und einen Wein später machen wir uns auf den Weg zu unserem Auto – wir müssen den Hügel zum Castelo wieder hinauf 🙁 . Es ist uns einfach zu warm.

Die nächste Stunde sitzen wir im gut gekühlten Auto und lassen die Berglandschaft an uns vorbeiziehen. Wir wollen nach Vila Real, um uns dort in dem kleinen Dorf Mateus die Casa de Mateus anzusehen. Telefonisch haben wir uns heute morgen dort für eine Führung durch das Herrschaftshaus der Familie Albuquerque angemeldet. Das aus dem 18. Jh. stammende barocke Gebäude ist immer noch in Privatbesitz. Zu der Anlage gehören eine Kapelle, eine wunderschöne Gartenanlage mit Sichtachsen, Rosengarten, Gemüsegarten, Obstgarten und Weinanbau. Die ganze Anlage scheint streng symetrisch aufgebaut.

Vor der Führung streifen wir mit einem Audioguide bewaffnet durch die Gärten und schauen uns das Herrschaftshaus und die Kapelle von außen an. Läuft man vom Parkeingang auf das Haus zu, sieht man nicht nur das Haus und die Kapelle, sondern auch eine perfekte Spiegelung im Teich vor dem Anwesen. Toll gemacht!

Casa de Mateus

Nur im Rahmen einer Führung darf man auch die Räume des Herrschaftshauses und die Kapelle betreten – einige private Räumlichkeiten ausgenommen 😉 . Hier sehen wir alles, was wohl in so ein Haus gehört – Porzellan, Gemälde, wertvolle Teppiche, viele religiöse Gegenstände, Kleidung, Waffen, antike Möbel und eine reich bestückte Bibliothek.

Hier ist ein Exemplar der ersten illustrierten Ausgabe der „Lusiaden“ des porugiesischen Nationaldichters Luís Vaz de Camões ausgestellt. 1817 wurde der Druck vom Grafen von Albuquerque in Auftrag gegeben.

Lusiaden

Noch 1,5 Stunden Autofahrt, dann erreichen wir unsere Unterkunft für heute Nacht. Wir schlafen in der Quinta Chao D’Ordem, auch ein kleines Weingut. Wieder werden wir sehr freundlich empfangen, das Zimmer ist prima, einen Pool gibt es hier auch. Aber es ist spät, wir sind müde und fallen nur noch ins Bett. Wir haben uns für morgen zu einer Führung zu den ältesten Open Air Felsritzzeichnungen im Côa-Tal angemeldet. Das geht schon früh los, deshalb sind wir heute auch noch bis nach Vila Nova de Foz Côa gefahren. Das ist fast vor der Haustüre des Museu do Côa, wo die Führung beginnt 😉 .

Montag, den 09.05.2022

Heute werden wir nicht von Fröschen geweckt, sondern von der Sonne, die langsam über den Berg steigt und in unser Zimmer scheint.

Unser kleiner Balkon – der Wein wächst bis zum Geländer

Frühstück gibt´s auf besonderen Wunsch von uns nicht erst um 08:30 Uhr, sondern schon um 07:30 Uhr – wir müssen spätestens um 09:00 Uhr am Museu do Côa sein. Und wieder ist es ein so üppiges Frühstück nur für uns beide – wir sind die einzigen Gäste – das können wir gar nicht alles probieren. Vor dem Frühstück führt uns der Besitzer des Weinguts noch ein bisschen rum und zeigt uns die Quinta.

Pool im Garten der Quinta

Früher wurden hier Oliven gepresst – die Olivenpresse steht noch im Wohn- bzw. Esszimmer. Ganz interessant ist die neue Nutzung des ehemaligen Taubenturms – in den kleinen Taubennestern lagern jetzt Weinflaschen aus eigener Erzeugung. Natürlich kaufen wir auch eine Flasche Wein – probiert wird allerdings erst später ;.) . Wir verabschieden uns herzlich von den beiden Gastgebern und würden auch hier durchaus noch länger bleiben.

Ehemaliger Taubenturm …

… mit interessantem Inhalt

Wir sind so weit nach Osten in´s Landesinnere gefahren, weil wir uns im Côa-Tal die uralten Steinritzungen ansehen wollen. Mehr als 30.000 Jahre sind einige der Steinritzungen alt, andere 10.000 Jahre und es gibt auch einige jüngere aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Die Felsritzzeichnungen wurden 1992 entdeckt. Eigentlich sollte der Fluss Côa hier aufgestaut werden, die Vorbereitungen für den Staudamm waren schon geschaffen. Auf der Führung zu den Felsritzzeichnungen können wir die Fundamente gut erkennen. Die Regierung stellte das Staudammprojekt zum Erhalt der uralten Zeichnungen ein.

Museu do Côa

Mit einem Jeep werden wir und ein Deutsches Paar mit einem kleinen Jungen in die Nähe des unvollendeten Staudamms gebracht. Wir haben die Tour Canado do Inferno gebucht, die nur morgens angeboten wird. Ab mittags wird´s im Inferno so heiß, da geht nichts mehr. Unser Guide erzählt uns später, dass im Sommer im Inferno mehr als 50°C gemessen werden – es soll der heißeste Ort Portugals sein.

Canado do Inferno

Wir klettern einige Stufen bis zu den ersten Felsritzzeichnungen runter, dann geht das Staunen los – wir erkennen nämlich … nichts ; -) . Erst als der Guide mit einem Stöckchen die feinen Linien der Zeichnungen nachfährt, entsteht langsam vor unseren Augen ein Bild von einer Kuh – 35.000 Jahre alt. So erkenne wir nach und nach – aber ausschließlich mit Hilfe des Guides – auch Pferde und Ziegen. An einer Stelle können wir einen Fisch erkennen. Einfacher zu identifizieren sind die Ritzzeichnungen, die nur 10.000 Jahre alt sind 😉 . Die Technik wurde geändert, die Zeichnungen sind mit Hilfe eines harten Malsteins oder Meißels mehr als gepunktete Linie entstanden.

An einer weitern Fundstelle sind in einer Schieferplatte religiöse Motive zu erkennen. Hier stand vom 17. bis 19. Jahrhundert eine Wassermühle und man vermutet, dass sich die Kundschaft beim Warten auf das Mahlen des Getreides hier verewigt hat.

Wirklich spannend, so etwas zu sehen. Erhalten sind die Felsritzzeichnungen unter freiem Himmel vermutlich wegen des trockenen Klimas im Côa-Tal, der großen Hitze im Sommer und der Kälte im Winter. Es scheint konservierende Wirkung zu haben.

Uns reicht die Hitze auch – es sind um 11:30 Uhr schon knapp 30°C.

Der Weg nach nach Pinhão am Douro führt uns durch hügelige und bergige Landschaften. Wir fahren hoch über den Tälern auf engen Straßen mit immer wieder tollen Ausblicken auf die hier überwiegend angebauten Oliven- und Mandelbäume. Oft stehen die Bäume in Reih und Glied auf den Hügeln, manchmal aber auch eher durcheinander.

Hier wächst alles: Oliven- und Mandelbäume und Wein

Weinanbau gibt es hier auch, aber nicht so viel wie im Douro-Tal. Die Weinpflanzen sind oft noch ganz zart, vor noch nicht langer Zeit gepflanzt.

An anderer Stelle sehen wir, wie den Bergen die Terrassen für den Weinanbau mit Baggern abgetrotzt werden – kein schöner Anblick. Es fehen noch die Pflanzen und die Steinmauern, die die Terrassen vor dem Abrutschen schützen.

Hier entsteht erst noch der Weinanbau

Auf unserem Weg liegt der Ausichtspunkt Miradouro de São Salvador do Mundo – ein Kreuzweg führt neben der Straße hoch auf den Berg. Hier ist eine Ansammlung von mindestens fünf oder sechs Kapellen verschiedener Größe – viel faszinierender aber ist der Blick in das Douro-Tal – Weinberge wohin man sieht, der Douro schlängelt sich durch das Tal, ein Flusskreuzfahrtschiff ist unterwegs und wird von einer Eisenbahn auf den einspurigen Schienen überholt. Wir sitzen hier einfach nur im Schatten und genießen den Ausblick, die Ruhe und das Treiben tief unten auf dem Douro.

Der Douro

Noch einmal halten wir auf dem Weg nach Pinhão, um die Aussicht zu genießen. Ganz anders als im September, als wir zur Weinlese am Cañon de Sil waren und die Weinreben üppige Trauben und Grün getragen haben, treiben die Weinreben jetzt erst aus und müssen noch kräftig wachsen. Alles sieht noch ganz zart aus – aber bis zum Herbst und zur Weinlese wird sich das ändern 😉 . Auf den Hängen liegen verstreut die Winzereien, viele machen mit ihrem Namen auf großen weißen Steinmauern in den Weinbergen auf sich aufmerksam – Werbung ist alles 😉 .

Wir lassen uns von der hypnotisierenden Wirkung der Weinberge gefangen nehmen – die welligen Hänge wirken ein bisschen so wie der Blick ins Feuer oder in Wellen, die ununterbrochen am Strand anlaufen. Auch davon kann man sich manchmal nicht losreißen.

Pinhão gilt als das Zentrum des Portweinanbaus, alle großen Hersteller haben hier in der Gegend ihre Anbaugebiete, manche Quintas kann man besichtigen. Wirklich begeistert uns Pinhão nicht, der Ortskern ist eher vernachlässigt, am Douro-Ufer liegen einige Rabelos, Boote, mit denen früher der Wein in Fässern nach Porto transportiert wurde. Heute können Touristen damit eine Rundfahrt auf dem Douro machen. Etwas oberhalb des Douro-Ufers stehen noch die alten bunkerförmigen Weintanks – heute wird der Wein in Tankwagen nach Porto geschafft.

Nicht so schöne Ecken in Pinhão

Bunkerförmige Weintanks

Schön sind auf jeden Fall die Weinberge rund um Pinhão, sie laden zum Wandern ein. Aber bei den Temperaturen und der stehenden Luft muss das heute nicht mehr sein – das ist eher etwas für die frühen Morgenstunden. Wir schauen uns noch den Bahnhof von Pinhão an – an den Außenwänden ist auf vielen Azulejo-Bildern die Geschichte Pinhãos sehr eindrucksvoll geschildert. Auf einem der Bilder sind Ochsengespanne beim Durchqueren des Douros zu sehen, auf einem anderen Bild tragen junge Männer Körbe voller Trauben auf dem Rücken. Auf einem weiteren Bild sieht man die Rabelos vollgepackt mit Weinfässern.

Bahnhof von Pinhão

Wir können uns nicht entschließen, noch eine Nacht in einer Quinta zu übernachten, um morgens durch die Weinberge zu streifen – der Drang nach Hause zu fahren zu unserer Ruby Tuesday ist dann doch größer 😉 . Von Pinhão geht´s im Tal am Douro entlang, erst noch in ländlicher Gegend, je näher wir Porto kommen, um so städtischer wird die Bebauung.

Gegen 20:00 Uhr sind wir wieder auf unserer Ruby Tuesday – voller
schöner neuer Eindrücke, aber auch ganz schön geschafft 🙂 . Ein paar Tage haben wir noch, bevor wir nach Hause fliegen – Porto wollen wir uns vorher doch gerne noch ansehen 🙂 .

Doch bevor es nach Porto geht, verbringen wir ein paar Tage an Bord – es gibt wie immer auch hier einiges zu tun 😉 .

 

 

 

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