Loch Ewe

Zwei Tage mit viel Regen und viel Wind

Das schottische Wetter ist ja bekanntlich ziemlich wechselhaft – und genau so haben wir es bisher auch erlebt 🙂 . Abgesehen von den ersten drei Wochen mit ununterbrochenem Sonnenschein, gibtÂŽs immer mal wieder einen Schauer oder der Himmel ist bedeckt, dann scheint wieder die Sonne. Windig ist es eigentlich immer – wir haben auf den Ă€ußeren Hebriden keine spiegelglatte See gesehen. Dauerregen hatten wir bisher eher selten – das Wetter Ă€ndert sich einfach immer schnell 🙂 . Tolles Licht und ausgefallene Wolkenformationen inklusive!

Seit zwei Tagen liegen wir nun im Loch Ewe vor Anker und haben nicht die geringste Lust, weiterzusegeln. Der Wind kommt heftig aus SĂŒd oder SĂŒdwest und es regnet ohne Unterbrechung. Immer wieder rauschen Böen mit mehr als 20kn ĂŒber die Berge und lassen uns mit unserer Ruby Tuesday am Anker Karussell fahren 😉 . Wie immer haben wir unseren Anker gut und lange eingefahren, so dass wir keine Sorgen haben, dass wir auf Drift gehen. Das ist uns bisher nur einmal passiert – vor vielen Jahren in Holland vor der Insel De Kreupel. Da waren wir ziemlich nachlĂ€ssig beim Einfahren 🙁 . Zum GlĂŒck wurden wir frĂŒh genug wach, bevor wir in die anderen ankernden Schiffe drifteten. Wir haben uns dann nachts einen anderen Ankerplatz gesucht – zur Überraschung von Kirsten und Torsten, die mit ihrer SY Wind of Change mit uns geankert und uns morgens nicht mehr an alter Stelle gefunden hatten 😉 .

Freitagvormittag ist es noch trocken und wir fahren mit unserem Dinghi zum Anlegesteg des Inverewe Garden- mindestens 1sm quer ĂŒber die Bucht. Im Törnguide lesen wir, dass man dort eigentlich auch kurzzeitig mit dem Segelschiff ankern kann, um an Land zu gehen und die GĂ€rten zu besuchen. Na ja, wennÂŽs fĂŒr ein Segelschiff passt, wirdÂŽs auch fĂŒr unser Dinghi passen 😉 . Der Inverewe Garden, 20ha, wurde 1865 angelegt und gehört wohl zu den bedeutendsten GĂ€rten Englands. Schottische Pinien schĂŒtzen den Garten vor dem heftigen Wind und das milde Klima des Golfstroms sorgt dafĂŒr, dass dort sogar exotische GewĂ€chse aus Neuseeland und SĂŒdamerika gedeihen. Also sicherlich sehenswert. Dumm nur, dass der Steg, der von der Anlegestelle zum Land fĂŒhrt, mit einem Tor verschlossen ist. RĂŒberklettern geht nicht, ĂŒberall Stacheln und Stacheldraht.

Verschlossene LandungsbrĂŒcke

Hier haben wohl zu viele Segler versucht, Zugang zu dem Garten zu bekommen, ohne den Eintritt zu zahlen 🙁 . Schade, denn in der Bucht von Loch Ewe gibtÂŽs sonst nur noch einen Slipway, um an Land zu kommen. Und das ist bei 4 Metern Tidenhub mit ziemlicher Schlepperei des Dinghis verbunden 🙁 .  Noch bevor wir zu Ende ĂŒberlegen, ob, oder ob nicht …. beginnt es zu regnen. Und hat bis jetzt auch nicht mehr aufgehört 🙁 .

Loch Ewe im Regen

Nebelschwaden wabern in die Bucht, dann reißt es mal wieder auf und die Berge sind zu sehen. Aus Pladderregen wird Nieselregen – auch nicht viel besser 😉 . Wirklich traurig sind wir ĂŒber dieses unfreundliche Wetter nicht. So haben wir Zeit und Muße, Fotos zu sortieren, den Blog weiter zu schreiben, mal im ReisefĂŒhrer zu lesen und zu planen, wohin wir noch segeln wollen, bis wir am 04. Juli wieder in Mallaig festmachen. Ideen haben wir genug, da wird die Zeit schon fast knapp 🙂 .

Auch zum Brot backen bleibt genug Zeit

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