Ría de Vigo

Samstag, den 25.09.2021 – Mittwoch, den 29.09.2021

Der Ría de Vigo ist der südlichste Ría der Rías Beixas – bis nach Portugal ist es von hier nicht mehr weit. Wie auch die anderen Rías erstreckt sich der Ría de Vigo wie ein Fjord von Südwesten nach Nordosten und verengt sich zunehmend zum Landesinneren hin. Trotzdem gibt es einen wesentlichen Unterschied zu den anderen Rías – während die Rías de Muros, de Aourosa und de Pontevreda zum Ende hin eng zulaufen, öffnet sich der Ría de Vigo nach der Engstelle zu einer großen Bucht – der Enseada de San Simón mit den kleinen geschichtsträchtigen Inseln Isla de San Simón und Isla de San Antón, die mit einer Bogenbrücke aus Stein verbunden sind.

In der Enseada de San Simón liegt auch der Winterliegeplatz für unsere Ruby Tuesday – es wird Zeit, dass wir uns dahin auf den Weg machen 🙂 .

Samstag, den 25.09.2021

SE 4-5 Bft – 8sm – 1h 56min – Ø 3,9kn – gesamt 1.358sm

Enseada de San Martiño – Cangas

Rund um uns liegen inzwischen zwei Segelboote, zwei kleine Motorboote und eine riesige Motoryacht – laut AIS 30 Meter lang und 8 Meter breit. Wir holen den Anker hoch und segeln mit raumem Wind in den Ría de Vigo, vorbei an der schönen Enseada de Barra und dem kleinen Dorf Nerga auf der Nordseite und den Werften von Vigo auf der Südseite des Ría de Vigo bis zum Hafen von Cangas. Über Funk melden wir uns beim Hafenmeister an, der uns direkt am Liegeplatz in Empfang nimmt.

Cangas

Seit langem mal wieder in einem Hafen

Cangas steuern wir an, weil wir mal wieder eine oder auch zwei Waschmaschinenladungen Wäsche waschen müssen und wir wollen klären, ob und wann wir hier im nächsten Frühjahr unsere Ruby Tuesday aus dem Wasser kranen lassen können. In unserem Winterquartier San Adrián ist beides nicht möglich.

Direkt am Hafen gibt es einen Waschsalon mit recht großen Industriewaschmaschinen – das Waschen geht schnell und vollkommen unkompliziert 🙂 . Für das Kranen bekommen wir Kontaktdaten, so dass wir uns Anfang der nächsten Woche mit dem Chef der Werft kurzschließen können. Mit viel klarem Wasser waschen wir die Salzkruste von unserer Ruby Tuesday und räumen schon mal das eine oder andere von links nach rechts und wieder zurück 😉 . Auch unter Deck kommen Staubsauger und Putzlappen zum Einsatz – alles glänzt wieder und vor lauter Arbeit und Organisieren sehen wir nichts von Cangas – die Zeit nehmen wir uns jetzt nicht mehr. Im nächsten Jahr werden wir im Ría de Vigo ja noch mal segeln und dann auch Vigo und andere Städte und Buchten besuchen.

Sonntag, den 26.09.2021

SE 3-4 Bft – 8sm – 2h 21min – Ø 3,4kn – gesamt 1.366sm

Cangas – Isla de San Simón

Bei aufgelockerter Bewölkung und mehr Schatten als Sonnenschein segeln wir auch heute mit raumem Wind weiter in die Enseada de San Simón und lassen unseren Anker vor der Insel Isla de San Simón fallen – so viel Zeit haben wir noch 😉 .

Vigo

Ponte de Rande

Isla de San Simón rechts und Isla de San Antón links

Die Bucht ist eher flach und fällt im Nordosten zum großen Teil auch trocken. Von unserem Liegeplatz haben wir einen schönen Blick auf die Brücke Ponte de Rande, die sich über die Engstelle des Ría de Vigo spannt und den Norden Galiciens mit Vigo verbindet.

Die Inseln San Simón und San Antón haben eine bewegte, eher dunkle Vergangenheit – im Laufe von einigen Jahrhunderten ließen sich auf diesen Inseln Mönche des Tempelritterordens nieder, sie waren Gegenstand von Plünderungen durch Wikinger und Piraten, und später dienten sie dann als Lazarett für Leprakranke, als Konzentrationslager, als Gefängnis unter der Franco-Diktatur und als Kinderheim. Heute ist in dem ehemaligen Hospital ein Informations- und Dokumentationszentrum untergebracht. Besuchen kann man die Inseln nur im Rahmen einer Führung – wir dürfen von unserem Ankerplatz die alten Gebäude nur ansehen 🙁 .  Wussten wir vorher, ist aber trotzdem schade.

Isla de San Antón

Zwischen den Inseln San Simón und San Antón und dem Festland ist das Wasser flach. In der Mitte steht eine Skulptur von Kapitän Nemo, dem Besitzer des Unterseeboots Nautilus – einige Szenen in Jules Vernes Buch „20.000 Meilen unter dem Meer“ spielen vor den Islas de Cies und auch hier in der Enseada de San Simón. Bei Niedrigwasser erkennt man zwei Taucher zu seinen Füßen, die bei Hochwasser wieder im Wasser verschwinden.

Montag, den 27.09.2021

NE 3 Bft – 2sm – 0h 49min – Ø 2,7kn – gesamt 1.368sm

San Simón – San Adrián

 

Das reicht mindestens für 4 Salate 😉

Bevor wir zur Marina San Adrián segeln, gucken wir doch noch mal auf der anderen Seite der Inseln nach der Skulptur von Kapitän Nemo – zwei Stunden nach Hochwasser sehen wir dann allerdings nur die Skulptur,  die Taucher tauchen noch 😉 .

Isla de San Simón

Die Bucht von San Simón ist landschaftlich wirklich sehr schön, zum Segeln mit unserem Tiefgang aber nicht wirklich gut geeignet – zur Marina San Adrián reicht es dann aber doch 😉 . Hier machen wir unsere Ruby Tuesday für den Winter fest. Die Marina ist noch relativ neu, die Stege sind verschlossen, sie liegt in der Bucht sehr gut geschützt und die Hafenmeisterin und der Marinero sind sehr freundlich und werden auch auf unsere  Ruby Tuesday ein Auge haben und sich bei Bedarft darum kümmern 🙂 . Wir haben ein gutes Gefühl, wenn wir unsere Ruby Tuesday hier lassen.

Dienstag, den 28.09.2021 – Mittwoch, den 29.09.2021

In den nächsten beiden Tagen machen wir unsere RubyTuesday winterfest – das ist hier genauso aufwendig, wie in Holland, nur ist es noch sehr warm und wir kommen ganz schön in’s Schwitzen 😉 . Frostsicher machen müssen wir sie allerdings nicht – den gibt’s hier nicht 🙂 . Ja und morgen machen wir uns mit unserem Auto auf den langen Weg nach Hause – wir freuen uns!

Winterliegeplatz – bei dem schönen Wetter könnte man auch noch segeln 😉

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